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LIVE Reportage von und mit Rüdiger Nehberg

QUERSCHNITT DURCH EIN AUFREGENDES LEBEN

Donnerstag 26.03.2020     20:00     Aula der Pädagogischen HS Weingarten 

In einer 90-minütigen Live-Reportage gibt Rüdiger Nehberg einige seiner Erlebnisse zum Besten. Es ist ein „Lebenslauf“ der speziellen Art. Er zeigt, was ihn befähigt, monatelang im Abseits der Welt bestehen zu können. Zwischen kalkulierbaren Naturgewalten und unberechenbaren Menschengestalten. Bilder zwischen Witz und Schock, zwischen Steinzeit und Gegenwart, von Freiheit und Gefangenschaft, von Leben und Tod. Belege von seinen Trainings zu Hause, bei der Bundeswehr und den Reisen in ferne Länder. Im Team und als Einzelkämpfer. Dokumente, die zeigen, wie mann/frau jeden Alters dem Körper, der Seele und dem Verstand spielerisch neue Dimensionen zuweisen kann. Wie man mit Vielseitigkeit resistent wird gegen Langeweile, Null-Bock und Arbeitslosigkeit. Wie man Selbstvertrauen und Zivilcourage vermehrt, und wie man diese Stärken einsetzen kann. Ob daheim oder in der Öffentlichkeit.

Oder dort, wo Naturschutz und Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Wo Geschundene dieser Welt Hilfe brauchen. Und um so seinem eigenen Leben Spannung und Erfüllung zu geben. Vielleicht auch dem der meisten Zuschauer. Der Vortrag beinhaltet neben vielen Kurzepisoden auch längere Sequenzen. Zum Beispiel über die Yanomami-Indianer in Brasilien, die Reise mit dem massiven Baumstamm über den Atlantik oder sein aktuelles Großprojekt, die Karawane der Hoffnung. Es ist der Kampf gegen das gigantische Verbrechen der Weiblichen Genitalverstüm-melung. Nicht nach Politiker-Art, sondern in Sir-Vival-Manier: unkonventionell, gegen den Strom, wider allen Zeitgeist, mit dem Islam als Partner und mit fast unglaublichem Erfolg! Ein Vortrag, der dem Zuschauer vermittelt, dass niemand sich für zu gering halten sollte, Unmögliches Wirklichkeit werden zu lassen und zeigt: heute beginnt der Rest des Lebens. 

 

 

 

Rüdiger Nehberg

Rüdiger Nehbergs Neugier auf die Welt zeigt sich bereits in der Kindheit. Im Alter von drei Jahren unternimmt er seine erste Expedition, die ihn zu seiner Großmutter am anderen Ende seiner Geburtsstadt Bielefeld führen sollte. Allerdings endet die Reise auf den Weg dorthin in einem Rhododendronbusch, in dem er es sich schlafend bequem gemacht hat. Und auch was die Wahl seines Berufes angeht, hat Nehberg seinen ganz eigenen Kopf.

Die beiden Eltern sind Banker und so versucht er in ihre Fußstapfen zu treten. Doch während der Probezeit bei einer Bank bekommt er Migräne und Hautausschlag – der Beruf macht ihn offensichtlich krank. Stattdessen wird Nehberg Bäcker.

Nach einer Lehre zum Konditor unternimmt er im Alter von 17 Jahren mit dem Fahrrad seine erste Reise nach Marrakesch, um die Kunst der Schlangenbeschwörung zu erlernen. Allerdings ist die Enttäuschung groß, als Nehberg sieht, wie schlecht die Tiere gehalten werden.

Seitdem hat Rüdiger Nehberg unzählige Abenteuer hinter sich gebracht, die sehr weit entfernt von einem All-Inclusive-Urlaub liegen. So wie im Jahr 1981, als er ohne Geld quer durch Deutschland läuft. Er schläft unter freien Himmel und ernährt sich von Heuschrecken und Blindschleichen. Ohne Proviant und Ausrüstung schafft er 1.000 Kilometer in 3 Wochen. Er verliert pro Tag ein Pfund Körpergewicht und lernt daraus, mit nur wenig Nahrung zu überleben.

Seinem Spitznamen „Sir Vival“, in Anlehnung an das englische Wort „Survival“ (überleben), wird Nehberg durch seine Abenteuerreisen mehr als gerecht. Dabei hört er erstmals in den 60er Jahren in den USA vom Begriff „Survival“. Ihm gefällt der Gedanke, sich auf die Urinstinkte zurück zu besinnen und notfalls komplett ohne Ausrüstung und Proviant zu überleben.

Mithilfe von Literatur, aber vor allem durch Selbstversuche sammelt er sich einiges an Wissen an. Denn Nehberg probiert Dinge lieber am eigenen Leib aus – etwa, sich von einem Felspython würgen oder sich an Händen und Füßen gefesselt in fünf Meter tiefes Wasser werfen zu lassen. Er wird zum Ratgeber und zur Ikone für viele Menschen in Deutschland, für die die Lebensdisziplin „Survival“ bislang noch unbekannt war. Durch die Veröffentlichung seiner Survival-Ratgeber, wie dem Besteller „Die Kunst zu überleben“, verbreitet er die Thematik sogar über Deutschland hinaus in ganz Europa.

Seine Abenteuertouren in den 60er und 70er Jahren führen ihn durch Libyen, die Danakilwüste in Äthiopien, über den Blauen Nil und als Tramper um das Mittelmeer. Dreimal landet er im Gefängnis und wird über zwei Dutzend Mal überfallen, weshalb er bei einigen seiner Reisen eine Waffe bei sich trägt. Dass er überdies nicht vor Herausforderungen zurückschreckt, um seinen eigenen Schweinehund zu besiegen, zeigt sich, als er mehrfach mit winzigen Booten den Atlantik überquert. Nehberg, der milde von sich selbst sagt, er sei kein Wassertyp, vollführt die Atlantik-Überquerung ganze drei Mal mit einem Tretboot, einem Floß und einem Baumstamm.

Jedoch endet nicht jede der Abenteuertouren positiv. Bei einer seiner Reisen am Blauen Nil verliert Nehberg seinen Kameramann und Freund durch einen Schuss einheimischer Banditen. Ebenso gibt es Regionen, in denen er sich heute nicht mehr trauen würde, etwa Somalia oder Regionen, in denen der sogenannte Islamische Staat regiert. Das wäre kein Mut, sondern Übermut, so Nehberg in einem Interview.

www.ruediger-nehberg.de

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